Herbstzeit ist Einbruchszeit
Einbruchschutz

Herbstzeit ist Einbruchszeit – Einbruchschutz im Herbst mit Expertenrat von Dirk Bienert
Der Herbst bringt nicht nur bunte Blätter und kühleres Wetter, sondern leider auch ein erhöhtes Einbruchsrisiko. Wenn die Tage kürzer werden und die Dämmerung früh einsetzt, haben Einbrecher im Schutz der Dunkelheit leichtes Spiel.
Sicherheitsexperte Dirk Bienert, Geschäftsführer der Blockalarm GmbH, erklärt im SAT.1-Bayern-Interview, worauf es jetzt ankommt. Viele Menschen werden erst nach einem Einbruch aktiv – dabei kann man mit einfachen Vorkehrungen und moderner Sicherheitstechnik schon im Vorfeld wirksam vorbeugen.
Hier sind die wichtigsten Experten-Tipps von Dirk Bienert, damit Ihr Zuhause in der dunklen Jahreszeit sicher bleibt.
Inhalt dieses Artikels
Warum Einbruchschutz im Herbst besonders wichtig ist

Mit der Herbst- und Winterzeit beginnt aus Sicht der Polizei die sogenannte „dunkle Jahreszeit“, in der Einbrüche Hochsaison haben. Statistiken zeigen einen deutlichen Anstieg der Wohnungseinbrüche in den Herbst- und Wintermonaten. Der Grund liegt auf der Hand: Einbrecher nutzen die früh einsetzende Dunkelheit aus.
Viele Berufstätige sind in den frühen Abendstunden noch außer Haus, während Wohnungen unbeleuchtet und unbewohnt sind – ideale Bedingungen für Diebe. Herbstzeit ist also Einbruchszeit im wahrsten Sinne.
Zudem markiert die Zeitumstellung Ende Oktober den Beginn einer Phase, in der es bereits am späten Nachmittag dämmert. So können Einbrecher unbemerkt in Wohngebiete eindringen. Kein Wunder also, dass gerade Oktober bis Januar als besonders einbruchsgefährdete Monate gelten.
Umso wichtiger ist es jetzt, aufmerksam zu sein und rechtzeitig wirksame Schutzmaßnahmen zu treffen.
Sicherheitsexperte Dirk Bienert rät: „Prävention ist das A und O – bevor etwas passiert.“
1. Vorsicht in sozialen Medien – keine Einladung für Einbrecher

Ein wichtiger Tipp des Experten: Seien Sie zurückhaltend mit persönlichen Informationen in sozialen Medien. Oft nutzen Einbrecher Plattformen wie Facebook, Instagram & Co., um herauszufinden, wer gerade im Urlaub ist oder wertvollen Besitz besitzt. Urlaubsfotos, die Sie posten, während Sie noch unterwegs sind, können eine offene Einladung für Diebe werden.
Das gilt ebenso für das Zurschaustellen von Luxusgütern: Wenn Sie öffentlich mit teurem Schmuck, Uhren oder Technik prahlen, wecken Sie Begehrlichkeiten.
„Glitzer zieht die Elster an.“ Mit dieser Redewendung warnt Dirk Bienert davor, Wertgegenstände zu offen zu präsentieren. Die Elster ist sprichwörtlich ein diebischer Vogel – genauso werden auch echte Diebe von allem Glänzenden angezogen.
Teilen Sie daher weder Ihren aktuellen Aufenthaltsort noch Fotos Ihrer neuesten Einkäufe öffentlich. Warten Sie mit Urlaubsbildern, bis Sie wieder zuhause sind, und halten Sie Informationen über Wertsachen generell privat.
So machen Sie es Einbrechern deutlich schwerer, Sie als potenzielles Opfer auszuspähen.
2. Haus bewohnt erscheinen lassen
Einbrecher bevorzugen Objekte, die verlassen wirken. Gerade in der dunklen Jahreszeit sollten Sie Ihr Zuhause bewohnt erscheinen lassen, auch wenn Sie nicht da sind. Nutzen Sie zum Beispiel Zeitschaltuhren für Lampen, die abends automatisch Licht einschalten – eine beleuchtete Wohnung schreckt Diebe eher ab. Auch Bewegungsmelder für Außenlichter sind sinnvoll: Plötzlich hell erleuchtete Eingänge oder Gärten nehmen Einbrechern die Deckung.
Bitten Sie Nachbarn, während längerer Abwesenheit den Briefkasten zu leeren und ein Auge auf Ihr Haus zu haben. Wenn Rollläden und Vorhänge regelmäßig bewegt werden und keine Post aus dem Briefschlitz quillt, wirkt das Haus bewohnt und damit weniger wie ein leichtes Ziel.
Ein weiterer Klassiker: Verstecken Sie keine Ersatzschlüssel draußen – weder unter der Fußmatte noch im Blumentopf. Diese Verstecke sind Einbrechern bestens bekannt. Hinterlegen Sie Ersatzschlüssel lieber bei einer vertrauenswürdigen Person.
Kurz gesagt: Lassen Sie Ihr Zuhause belebt wirken und beseitigen Sie alle offensichtlichen Hinweise auf Abwesenheit.

3. Mechanische Sicherungen überprüfen
Neben der richtigen Online-Privatsphäre und Alltagsvorkehrungen ist die basissichere Haustechnik entscheidend. Dirk Bienert empfiehlt, zuerst alle mechanischen Sicherungen zu überprüfen und gegebenenfalls nachzurüsten.
Fenster und Türen sind die Hauptangriffspunkte: Moderne Schließzylinder, zusätzliche Fensterriegel oder abschließbare Fenstergriffe können Einbruchsversuche erheblich erschweren. Viele Einbrecher geben bereits nach wenigen Minuten auf, wenn sie nicht schnell ins Haus gelangen – oft bleibt es dann beim Versuch. Diese wertvolle Zeit gewinnt man durch stabile, gut verriegelte Fenster und Türen.
Prüfen Sie im Herbst alle Fenster, Terrassentüren und Kellerzugänge:
- Sind Schließbleche und Beschläge robust genug?
- Lassen sie sich bei Gewaltanwendung leicht aufhebeln?
Schon Pilzkopfverriegelungen oder Zusatzschlösser können hier Wunder wirken. Auch Kellerlichtschächte sollten mit Gittern gesichert werden.
Die Polizei rät: „Machen Sie es dem Täter so schwer wie möglich – er sucht sich dann meist ein leichteres Ziel.“
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4. Alarmanlage statt nur Smart-Home-Kamera
Moderne Elektronik bietet hervorragende Möglichkeiten für den Einbruchschutz – doch entscheidend ist die richtige Technik. Viele Hausbesitzer verlassen sich ausschließlich auf Smart-Home-Kameras oder Alarm-Apps. Dirk Bienert warnt jedoch:
„Smarte Kameras alleine bieten keinen vollwertigen Schutz.“
Oft werden solche Kameras von Tätern einfach abgedeckt oder elektronisch gestört. Sie zeichnen zwar ein Video auf, können den Einbruch aber nicht verhindern. Eine professionelle Alarmanlage hingegen schlägt im Ernstfall laut Alarm und verständigt – je nach System – sofort die Notrufleitstelle oder die Polizei. Dieser direkte Alarm-Effekt fehlt bei einer einfachen Kamera.
Zudem haben viele günstige Kameras Schwachstellen in der IT-Sicherheit und können von versierten Einbrechern manipuliert werden.
Alarmanlagen vom Fachbetrieb sind dagegen sabotagesicher konzipiert – sie bleiben auch bei Manipulationsversuchen oder Stromausfall aktiv.
Dirk Bienert betont außerdem die abschreckende Wirkung: Sichtbare Sirenen oder Aufkleber signalisieren potenziellen Tätern, dass es hier nicht einfach wird. Studien belegen, dass Einbrecher geschützte Häuser meiden.
Wenn schon Technik, dann richtig: Eine Profi-Alarmanlage ist durch nichts zu ersetzen.
Wer bereits eine Anlage besitzt, sollte ältere Systeme modernisieren, denn veraltete Modelle lassen sich oft „leicht austricksen“ und reagieren zu spät.
5. Nicht erst handeln, wenn etwas passiert ist

Viele unterschätzen die Gefahr – bis sie selbst betroffen sind.
„Viele reagieren erst, wenn bei ihnen eingebrochen wurde und sie zu Schaden gekommen sind“, sagt Dirk Bienert aus Erfahrung. Doch dann ist der Verlust bereits eingetreten – und das Sicherheitsgefühl dauerhaft erschüttert.
Machen Sie nicht denselben Fehler, sondern werden Sie proaktiv tätig. Die Herbstzeit ist der ideale Moment, Ihr Sicherheitskonzept zu überprüfen:
- Wo liegen mögliche Schwachstellen?
- Welche Zugänge sind ungesichert?
- Wo könnte sich ein Täter unbemerkt nähern?
Nutzen Sie Angebote wie den „Tag des Einbruchschutzes“ (jährlich im Oktober) oder lassen Sie sich direkt von Experten beraten.
Dirk Bienert und sein Team von Blockalarm empfehlen eine individuelle Sicherheitsberatung, um Maßnahmen gezielt abzustimmen – von der mechanischen Sicherung bis zur vernetzten Alarmanlage.
Das Wichtigste: Handeln Sie jetzt – bevor etwas passiert.
Einbrecher kommen oft überraschend und hinterlassen großen Schaden. Mit den richtigen Vorkehrungen können Sie Ihr Risiko jedoch drastisch senken.
Fazit
Die dunklen Herbstmonate müssen nicht mit Angst verbunden sein. Wenn Sie die Ratschläge von Sicherheitsexperte Dirk Bienert beherzigen – vom bewussten Umgang mit sozialen Medien über stabile mechanische Sicherungen bis hin zur Installation einer hochwertigen Alarmanlage – machen Sie Ihr Zuhause zu einer schwer einnehmbaren Festung. Herbstzeit muss nicht Einbruchszeit sein!
Bleiben Sie wachsam und investieren Sie in Ihre Sicherheit – so können Sie die goldene Jahreszeit entspannt und sorgenfrei genießen.
Bei weiteren Fragen steht Ihnen BLOCKALARM® gemeinsam mit seinem Expertenteam gern für eine persönliche Beratung zur Verfügung – damit Sie rundum geschützt in die Wintermonate starten können.





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