Haus sichern mit mechanischen und elektronischen Absicherungen und Alarmanlagen

Schlüsselstellen gegen Einbrecher sichern

 

Niemals würde man seine Wohnung verlassen und die Haustür offen stehen lassen. Man zieht sie auch nicht nur zu, sondern schließt sie auch ab. Das wurde einem schon als Kind beigebracht und man macht es sein Leben lang – schließlich will man es den Einbrechern nicht zu leicht machen. Was kaum jemand weiß: Die Haustüren sind lediglich in den oberen Stockwerken in Mehrfamilienhäusern die erste Wahl der Einbrecher. In aller Regel werden im Erdgeschoss aber Fenstertüren (zum Beispiel Balkon- oder Terassentüren) oder Fenster genutzt. In Einfamilienhäusern geschehen über 85% der Einbrüche durch Fenstertüren oder (Keller-) Fenster. Es ist wichtig, die Haustür nicht außer Acht zu lassen. Die Bauweise einer Haustür macht sie aber in der Regel recht unattraktiv für einen Einbruch. Man muss sich also auf die Punkte konzentrieren, die den Einbrechern am häufigsten eine gute Gelegenheit zum unerlaubten Einstieg bieten.

 

Fokus auf Fenster und Terassentüren

Die Polizei empfiehlt in erster Linie eine sinnvolle Kombination von  mechanischen und elektronischen Einbruchschutz. In aller Regel gelangen die Einbrecher durch mehr oder weniger geschickt eingesetzte Gewalt in die Wohnung. Gewaltsames Aufbrechen oder geschicktes Aushebeln von Fenstern oder Terassentürentüren gelingt mit handelsüblichen Schraubendrehern oder den massiven Kuhfüßen, auch Brechstange oder Nageleisen genannt. Diese Werkzeuge lassen sich unauffällig mitführen, sind handlich und leicht zu bedienen. Wichtig ist es also, seine Wohnung so abzusichern, dass der Einsatz dieser Werkzeuge unter erhöhtem Zeitaufwand oder mit Lärm verbunden wird. Beides sind für potenzielle Einbrecher Dinge, die er lieber vermeiden möchte, um nicht gefasst zu werden.

 

Einbruchschutz – mechanisch

Fenster lassen sich am wirkungsvollsten durch den Einsatz von Pilzzapfen sichern. Dies kann auch im Nachhinein bei vorhandenen Fenstern geschehen, indem der Beschlag ausgetauscht und durch massive Zapfensysteme ersetzt wird. Diese rasten bei verschlossenen Fenstern ein und lassen sich nicht durch einfaches Hebeln überwinden. Die gleiche Sicherung funktioniert auch bei Fenstertüren, die den Einstieg über die Terrasse oder den Balkon ermöglichen könnten.

Zusätzlich kann, sofern man neue Fenster anschaffen möchte, auch über Verbundsicherheitsverglasung angeschafft werden. Besonders Sanierungs- und Renovierungsarbeiten können diesen Schutz gut integrieren. Sicherheitsfenster aus Verbundsicherheitsglas splittern schlechter und erschweren die Beschädigung erheblich.

Sowohl an Fenstern als auch an Fenstertüren lassen sich zusätzliche Schlösser anbringen. Dies ist eine effektive Nachsicherung von vorhandenen Fenstern. Wichtig ist, dass diese zusätzlichen Schlösser, oftmals Kastenschlösser, optimal verbaut sind. Ein weiteres Schloss ist wenig wirksam, wenn es durch leichte Gewalt- oder Hebelwirkung entfernt werden kann.

 

Einbruchschutz – elektronisch

Als Ergänzung zur  mechanischen Sicherung dienen optimalerweise zertifizierte Alarmsysteme. Ideal eignen sich BLOCKALARM®-Funkalarmanlagen, bei denen zusätzliche Verkabelungsarbeiten entfallen. Neben Überwachungskameras und Bewegungsmeldern kann man insbesondere die empfindlichen Fenster und Fenstertüren sichern. Gut geeignet sind hier akustische Glasbruchmelder. Sie werden im betroffenen Raum installiert und registrieren das Geräusch, das bei splitterndem Glas entsteht. So können sie Einbrecher registrieren, die gewaltsam durch die Scheibe brechen wollen.

Um auch die Einbrüche zu verhindern, bei denen das Fenster aufgehebelt oder -gebrochen werden soll, sind Funk-Öffnungsmelder ideal. Sie werden ebenfalls im überwachten Raum angebracht und registrieren unerlaubtes Öffnen von Fenstern und Türen. Ebenso wie die Funk-Glasbruchmelder senden auch sie im Störungsfall ein Signal, welches wiederum je nach Einstellung beispielsweise eine Alarmsirene oder eine Meldung an eine Leitstelle (Polizei) oder die Bewohnerinnen und Bewohner auslöst.

Diese Kombination aus mechanischen und elektronischen Nachrüstungen bieten idealen Schutz vor Einbrechern – auch in Abwesenheit.