Sicherheitsreport 2020, Kriminalstatistik 2020, München, Einbrüche

Sicherheitsreport 2020 – München

Der Sicherheitsreport 2020 gibt Auskunft über die im Jahr 2020 verübten Straftaten. In München gab es etwa 100.000 Straftaten. Dies entspricht einem Rückgang von 1,3%. Pro 100.000 Einwohner gab es 5.279 Straftaten (ohne ausländerrechtliche Verstöße), was fast 20% weniger als noch 2011 entspricht. Verglichen mit anderen Großstädten wie Köln (ca. 10.000), Hamburg (ca. 10.000), Frankfurt (ca. 11.000) und Berlin (ca. 13.500*) sind dies relativ wenige Straftaten.

*Die Berliner Zahlen stammen auf Grund der nicht ausreichenden Datenlage aus 2019.

Was die Einbruchstatistik angeht, steht München im Verhältnis sogar noch besser da. Während in München auf 100.000 Einwohner nur 56 Wohnungseinbruchdiebstähle gerechnet werden, sind es in Frankfurt 136, in Köln 183, in Hamburg 186 und in Berlin 219*.

 

Wie erklärt die Polizei die Einbruchstatistik?

Das Polizeipräsidium München gibt jährlich eine begleitende Erklärung zu dem Sicherheitsreport heraus. Im Kapitel über Wohnungseinbrüche wird angemerkt, dass die Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität nach wie vor hohe Priorität bei der täglichen Polizeilichen Arbeit genießt. Neben diversen Schwerpunkteinsätzen wird auch die Verkehrsüberwachung und die Verzahnung mit der allgemeinen Verbrechensbekämpfung erwähnt. Außerdem waren durch die Corona-Pandemie mehr Menschen in ihren Wohnungen, was auch einige Einbrüche verhindert haben dürfte. Der Bericht erläutert außerdem, dass von den Delikten ein größerer Anteil als in den Vorjahren bereits bei dem Versuch scheiterte: „Auch dank der weiterhin intensiven Präventionsmaßnahmen und technischen Optimierungen (siehe Förderung KfW) erhöhte sich die Versuchsquote um +3,6%-Punkte im Vergleich zum Vorjahr auf 44,1% (40,4%).

 

Was sind Präventionsmaßnahmen?

Den Präventionsmaßnahmen kommt eine immense Bedeutung zu. Nicht zuletzt, weil es deutlich einfacher ist, einen Einbruch zu verhindern, als ihn aufzuklären. Die Aufklärungsquote ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 9,3%-Punkte gestiegen – jedoch auf lediglich 27,8%. Der Großteil der Wohnungseinbrüche wird also nie aufgeklärt. Bei der professionellen Arbeit der teilweise international organisierten Banden und der Vielzahl an Wohnungen ist dies nicht überraschend. Da theoretisch jede Nacht in jede Wohnung eingebrochen werden kann, fällt die direkte Überführung der Einbrecher schwer. Man kann allerdings dafür sorgen, dass die eigenen vier Wände nicht in dieser Statistik auftauchen. Die Einbrecher wollen logischerweise nicht erwischt werden. Dies gelingt ihnen am besten, wenn die Wohnungen schlecht beleuchtet sind, Fenster oder Türen sich leicht öffnen lassen und sie nicht damit rechnen müssen, durch laute Geräusche verraten zu werden. Wenn man ihnen diese Gewährleistung offensichtlich nicht geben kann, ist ein Einbruch weniger wahrscheinlich. Am einfachsten erreicht man diesen Schutz durch eine moderne Hausalarmanlage. Diese kann beispielsweise Bewegungsmelder, Öffnungsmelder und Glasbruchmelder über Funk miteinander verbinden und bei Störsignalen durch Einbrecher eine Sirene ertönen lassen, welche den Einbruch auffliegen lässt. Mechanische Schutzvorrichtungen an Fenstern und Türen erschweren zusätzlich den Einstieg bzw. erfordern größere Gewaltanwendungen, welche von den Alarmsystemen erkannt werden. Auch eine mehr oder weniger auffällige Kameraüberwachung kann ein entscheidendes Auswahlkriterium bei der Entscheidungsfindung der Banden sein, ob in eine Wohnung eingebrochen werden soll. Es lohnt sich also, in die Sicherheitsvorkehrungen zu investieren, damit gar nicht erst eingebrochen wird/werden kann. Dies leistet eine moderne Hausalarmanlage am besten. Sollte es dennoch zu einem Einbruchsversuch kommen, sorgen mechanische Schutzvorrichtungen für einen zu langen Aufenthalt, sodass der Einbruch abgebrochen wird. Somit ist Einbruchschutz eine absolut zeitgemäße und langfristige Investition in die Zukunft.